Psychologische Privatpraxis Wolfgang F. Ross
 


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 Was ist Psychotherapie?

Liebe Patientinnen und Patienten, im Folgenden können Sie Patienteninformationen lesen, die für Sie als Privatpatient von Bedeutung sind. Teilweise sind die Informationen an die offizielle Patienteninformation für gesetzlich Versicherte angelehnt.

In meiner Praxis können Sie keine Verhaltenstherapie und Gruppentherapien, aber alle anderen aufgeführten Behandlungsformen erfragen.

Bitte überlegen Sie, ob Sie den Text ausdrucken müssen oder sich ressourcenschonend auf das Lesen beschränken können.

Psychotherapie ist eine Behandlung von psychischen ("seelischen") Erkrankungen mithilfe von wissenschaftlich anerkannten Verfahren, Methoden und Techniken. Psychische Erkrankungen können das Erleben. das Verhalten sowie das geistige und körperliche Wohlbefinden stark beeinträchtigen und mit Leid, Angst, Verunsicherung und Einschränkungen der Lebensqualität einhergehen.
Eine Psychotherapie ist dann ratsam, wenn psychische Probleme nicht mehr allein oder mit Hilfe der Familie oder von Freunden gelöst werden können, zu Krankheitserscheinungen führen und die alltäglichen Anforderungen des Lebens nicht mehr bewältigt werden können.

Vor Beginn einer Psychotherapie ist eine Abklärung durch eine Ärztin oder einen Arzt zur Frage notwendig, ob körperliche Ursachen für die psychische Erkrankung verantwortlich oder mitverantwortlich sein können, es sei denn, Sie bezahlen die Therapie selbst, ohne einen Erstattungswunsch zu verfolgen. Auch dann ist eine medizinische Abklärung jedoch unbedingt sinnvoll. Alle psychotherapeutischen Behandlungen haben gemeinsam, dass sie über das persönliche Gespräch erfolgen, das durch spezielle Methoden und Techniken ergänzt werden kann (z.B. freie Mitteilung von Gedanken und Einfällen, konkrete Aufgaben, um z.B. Ängste zu bewältigen oder spielerisches Handeln in der Therapie von Kindern).

Wie funktioniert eine Psychotherapie?

Die psychotherapeutische Behandlung hilft seelisches Leid und seelische Krankheit durch das Gespräch mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten mit spezieller Ausbildung zur Behandlung psychischer Erkrankungen zu lindern oder zu bessern. Die Behandlung kann mit der Therapeutin oder dem Therapeuten allein oder im Rahmen einer Gruppentherapie erfolgen. Einzelbehandlungen haben in der Regel eine Dauer von 50 Minuten, Gruppentherapien eine Dauer von 100 Minuten. Bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen kann es hilfreich und notwendig sein, Bezugspersonen aus dem familiären und sozialen Umfeld mit einzubeziehen. Dies kann im Rahmen von zusätzlichen therapeutischen Gesprächen allein mit den Bezugspersonen erfolgen. Eine wesentliche Bedingung für das Gelingen jeder Psychotherapie ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Patientin oder Patient und Therapeutin oder Therapeut sowie eine Klärung, ob das geplante Psychotherapieverfahren den Erwartungen der Patientin oder des Patienten entgegenkommt. Auf dieser Grundlage bietet Psychotherapie die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen das eigene Erleben und Verhalten sowie Beziehungserfahrungen zu besprechen, zu erleben und zu überdenken und infolge dessen Veränderungen auszuprobieren und herbeizuführen.

Wer übernimmt die Kosten für eine Psychotherapie?

Wenn Sie einen Psychotherapeuten ansprechen, der eine Kassenzulassung hat, können die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Psychotherapie übernehmen, wenn diese zur Behandlung einer psychischen Erkrankung notwendig und bewilligt worden ist. Im Rahmen meiner Tätigkeiten, die ich hier vorstelle, zahlen die gesetzlichen Kassen diese Tätigkeit nicht, weil ich hier nur privatpsychologische Leistungen anbiete.
Eine reine Erziehungs-, Ehe-, Lebens- oder Sexualberatung ist keine Psychotherapie und wird auch von den privaten Krankenkassen üblicherweise nicht übernommen. Diese Maßnahmen werden von entsprechenden Beratungsstellen, in der Regel kostenfrei oder gegen wenig Entgelt, angeboten.



Wer führt psychotherapeutische Behandlungen durch?

Psychotherapeutische Behandlungen dürfen im Rahmen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen üblicherweise nur von Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten sowie von psychotherapeutisch tätigen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden, wenn diese im Arztregister eingetragen sind. Welche Vertragsbedingungen Sie mit Ihrer privaten Versicherung abgeschlossen haben, können Sie dort erfragen. Nicht immer wird der Rechnungsbetrag vollständig erstattet, so dass Sie oft einen Eigenanteil zahlen. Die Beihilfe (Sofern Sie beihilfeberechtigt sind), hat Ihre eigenen Bedingungen, die Sie ebenfalls bei Ihrer zuständigen Stelle erfagen können.
Ich rechne meine Leistungen abweichend nach dem 3,5-fachen Satz der GOP/GOÄ ab. Wenn Sie wissen möchten, warum das so ist, können Sie meinen Kommentar dazu hier lesen. Mit ihrem ZURÜCK-Knopf des Browsers kommen Sie wieder auf diese Seite zurück:

Anmerkung zur Honorarfestsetzung

Das Urteil, auf das sich meine Anmerkung bezieht, können Sie hier nachlesen:

Originaldokumente

Neben der psychotherapeutischen Behandlung von psychischen Erkrankungen kann zusätzlich eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein, die jedoch nur von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden darf.

Welche ambulanten Behandlungsmöglichkeiten gibt es in der privaten Krankenversicherung?

Analytische Psychotherapie

Die analytische Psychotherapie nimmt an, dass Krankheitssymptome durch konflikthafte unbewusste Verarbeitung von frühen oder später im Leben erworbenen Lebens- und Beziehungserfahrungen verursacht und aufrechterhalten werden. In der therapeutischen Beziehung zwischen Patientin oder Patient und Therapeutin oder Therapeut spielt das Erkennen und Bewusst­machen von verdrängten Gefühlen, Erinnerungen und Beziehungsmustern, die gegenwärtig Krankheitssymptome verursachen, eine zentrale Rolle. Dadurch kann in der Gegenwart zunächst unverständlich erscheinendes Fühlen und Handeln in der therapeutischen Beziehungsarbeit verstanden und verändert werden. Die privaten Kassen zahlen in der Regel nicht so viele Stunden, wie nötig sind, um lebensgeschichtlich entstandene Probleme zu erkennen und ggf. zu lösen.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sieht Krankheitssymptome als Folge von aktuellen Konflikten in Beziehungen oder von nicht bewältigten Beziehungserfahrungen und Konflikten aus früheren Lebensphasen. Diese Konflikte und Erfahrungen können das spätere Leben bestimmen und psychische Erkrankungen zur Folge haben. Ziel der Behandlung ist es, die zugrunde liegenden unbewussten Motive und Konflikte der aktuellen Symptome zu erkennen und sich mit diesen auseinander zu setzen. Patientin oder Patient werden in der Psychotherapie dabei unterstützt, durch Einsichten in die Zusammenhänge und Ursachen der aktuellen Symptome Veränderungen im Erleben oder Verhalten zu erreichen.

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass psychische Beschwerden das Ergebnis von bewussten und nicht-bewussten Lernprozessen sind. Zu Beginn der Behandlung wird gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet, welche Bedingungen seiner Lebensgeschichte und seiner aktuellen Lebenssituation zur Entstehung und Aufrechterhaltung der psychischen Symptomatik beigetragen haben und weiter wirksam sind. Auf dieser Grundlage werden gemeinsam die Therapieziele und der Behandlungsplan festgelegt. In der Verhaltenstherapie wird der Patient zur aktiven Veränderung seines Handelns, Denkens und Fühlens motiviert und angeleitet. Dabei werden die bereits vorhandenen Stärken und Fähigkeiten herausgearbeitet und für den Veränderungsprozess nutzbar gemacht.

Im Laufe der Zeit werden vermutlich weitere Therapieformen in den Kassenkatalog aufgenommen werden.

   Privatpraxis Dipl.-Psych. Wolfgang F. Ross
    Landwehrstraße 75  ,  30519 Hannover